Der Pfälzer Bauerngeneral (2012)

Wir schreiben das Jahr 1777. In einem idyllischen Hause am Rande des Waldes vom Mohawktal lebt der aus Sandhausen ausgewanderte Hans-Jost Herchheimer mit seiner Frau Katharina und den gemeinsamen Kindern. Auf der Suche nach einem besseren Leben ließen sie die geliebte Heimat hinter sich, um ein besseres Leben in der neuen Welt zu finden. Dass das Leben hier nur weniger beschwerlich ist, wissen die Herchheimers ebenso wie ihre Nachbarin Irma Riehm und ihre Ziehtochter Marliese. Auch Waldraut Herzog, die gerade erst aus Nußloch angekommen ist, weiß, dass der Preis, den man für ein Leben im Land der tausend Möglichkeiten zahlt, hoch ist.

Die Töchter der Herchheimers, Nancy und Lana, allerdings wollen von all dem nichts wissen. Sie sind viel zu stolz auf ihren Bruder Nikolaus Herchheimer, der gerade zum General der Bauernmiliz befördert wurde. Doch beide wissen, was das Leben hier bedeutet. Nancy, die ein Auge auf den Adjudanten ihres Bruders, Demuth, geworfen hat, lebt in ständiger Angst, ihn verlieren zu können, wie auch schon ihre Schwester Lana ihren Ehemann bei einem Indianerangriff verloren hat und nun mit zwei kleinen Kindern alleine dasteht.

Nikolaus weiß, dass die Lage für sein Land und seine Familie sehr ernst ist. Im   Unabhängigkeitskrieg drohen die Engländer die Überhand zu gewinnen, und auch die Indianer drohen mit einem Angriff. Zwar kann er wichtige politische   Personen wie Peter Fink und Wilhelm Siebert auf seine Seite bringen und von einem Angriff auf Indianer und Torries vorerst abhalten, doch er ist sich gewiss, dass er das unvermeidliche nur herauszögert.

Um das Blatt vielleicht doch noch wenden zu können, sucht der General den Dialog mit dem Indianerhäuptling Joseph Brandt, um ihn auf seine Seite zu ziehen. Doch selbst die Überzeugungskraft des Waldläufers Adam Hartmann kann den Indianer nicht davon abbringen, für das britische Königshaus zu kämpfen. Als Nikolaus Herchheimer diese Nachricht seinen Obersten Cox, Klock und Fischer überbringt, drängt man zum Angriff. Sich dem Drängen widerwillig fügend schickt jener den Waldläufer und Oberst Helmer, um Verstärkung vom benachbarten Fort zu erwirken.

 

In der daraufhin beginnenden schlacht wird die Bürgermiliz in einer Schlucht eingeschlossen. Nikolaus Herchheimer wird schwer verwundet. Cox fällt, Fischer flieht und Klock muss eingestehen, dass das Drängen auf ein Kräftemessen zu viele Opfer gekostet hat Major Schumacher und Hauptmann Demuth versuchen, den General so gut es geht zu versorgen und gleichzeitig die schlecht stehende Schlacht zu Gunsten der Bürgermiliz zu führen. Als es scheinbar gar keine Hoffnung mehr gibt, rückt unter dem Donner von drei Kanonenschüssen die Verstärkung an und schlägt die Feinde in die Flucht. Der schwer verletzte General wird daraufhin zurück zu seiner Frau Maria nach Danube gebracht.

Um Wundbrand zu verhindern muss das verletzte Bein amputiert werden. Der Gesundheitszustand Nikolaus verschlechtert sich daraufhin zusehends. Maria drängt ihre Schwester Susan darauf, den Arzt zu suchen, doch aufgrund der hohen Anzahl der Verletzten kann keiner der losgeschickten Angehörigen und Freunden ihn finden. Vom Pater gesegnet erliegt Nikolaus seiner Verletzung im Kreise der Familie – er gab sein Leben für ihre Freiheit.