Whitechapel (2018)

 

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Das Jahr 1888 war ein dunkles Jahr für London. Die Armut in Whitechapel wurde immer größer und ein Unbekannter ermordete Prostituierte auf bestialische Weise. Schon drei „leichte Damen“ wurden getötet, die Angst und Hysterie vor „Jack the Ripper“ -wie ihn der Daily Telegraph nannte- wuchs von Tag zu Tag. Die Polizei von Whitechapel und der zuständige Inspektor Reid waren völlig hilflos und überfordert. Trotz intensiver Bemühungen gelang es Inspector Reid nicht, dem Mörder auf die Spur zu kommen.

Der Schrecken macht auch vor einer kleinen Nebenstraße nicht halt, in der Mrs. Bird einen schäbigen Pub betreibt, während gleich daneben Frau Wolf eines der in Whitechapel so zahlreich vorhandenen Freudenhäuser führt. Genau diese Szenerie hat der Ripper zu seinem neuen Tatort auserkoren. Vermummt und unerkannt ermordet er eines von Frau Wolfs Mädchen auf bestialische Weise. Obwohl Reid gleich zur Stelle ist, kommt er mit seinen Ermittlungen nicht weiter. Denn anstatt den Tatort nach Hinweisen zum Täter abzusuchen, lässt Reid diesen aus Angst vor der Presse schnell räumen. Zu oft wurde die Polizeiarbeit von Simmons - einem Sensationsreporter vom Daily Telegraph - in letzter Zeit in der Presse verhöhnt.

 

Doch da schaltet sich Sherlock Holmes mit seinem Partner John H. Watson ein. Holmes ist ein junger Kriminologe und hat sich die Aufklärung der außergewöhnlichsten Verbrechen zur Aufgabe gamacht. Aufgrund seines genialen, wenn auch etwas exentrischen Verstandes hat er damit in der Vergangenheit bereits großen Erfolg gehabt. In seiner verzweifelten Lage kommt Reid zu dem Schluss, dass er auf keine Hilfe verzichten kann und weiht Holmes und Watson in die bisherigen Erkenntnisse ein.

 

An Verdächtigen mangelt es abei keineswegs. Wohl ganz Whitechapel weiß, dass Mrs. Bird der Bordellbetreiberin Frau Wolf die Pest an den Hals wünscht, weil sie glaubt, Kunden an sie zu verlieren. Frau Wolf wiederum ist derartig geldgierig, dass es niemanden verwundern würde, wenn sie eines ihrer Mädchen selbst im Streit um ihren Anteil umgebracht hätte. Allerdings sind auch nicht alle Frauen, die für Frau Wolf arbeiten, ledig. Marry Gold beispielsweise ist mit dem Hafenarbeiter en Harper verlobt. Dieser hat schon oft deutlich gemacht, wie sehr er es hasst, wenn seine Zukünftige sich den Dirnen Lane und Dana anschließt. Mit seiner Abneigung gegen die "leichten Damen" ist er dabei keineswegs allein. Auch Mrs. Hudson, die Frau eines Stadtrates, ist erklärte Gegnerin des sündigen Gewerbes. Dabei will die harsche Vorgehensweise, die sie gegen die Bordelle fordert, so gar nicht zu ihrer wohltätigen Arbeit in Whitechapel passen. Mrs. McCarthy hat als Vermieterin mit Wohltätigkeit so gar nichts am Hut, aber wohlmöglich hat sie noch andere Schulden als die Miete einzutreiben?

 

In diesem Nebel aus Irrungen und Verwicklungen versuchen Holmes, Watson und Reid Licht zu bringen - nicht ohne sich dabei das ein um das andere Mal zu verirren. Letztendlich sind es zwei für Holmes arbeitende Maronenmädchen, die einen entscheidenden Hinweis liefern. Doch sind die drei Ermittler in der Lage, die Hinweise und Indizien zum richtigen Gesamtbild zusammenzuführen?