Viel Lärm um Nichts (2017)

 

Kaum ein anderer Titel war in den letzten Jahren so umkämpft wie der des Prinzen von Aragon. Es tobte ein blutiger Kampf um die Nachfolge zwischen Don Pedro, dem rechtmäßigen Erben, und seinem Halbbruder, Don Juan, der den Thron für sich beanspruchen wollte.

Die Auseinandersetzungen zwischen den beiden Halbbrüdern gipfelte schließlich in einem Krieg - aus dem Don Pedro siegreich hervorging. Doch anstatt den Bastard zu verstoßen, nahm Don Pedro ihn wieder in seine Gunst auf. Und so kam es, dass der rechtmäßige Erbe von Aragon mit seinem Widersacher gemeinsam von der Schlacht heimkehrte.

Der Weg führt die jetzt vereinten Heere zuerst nach Messina. Dort lebt Leonarto, Gouverneur von Messina, Großgrundbesitzer und mächtigster Mann Siziliens. Von seinem Einfluss hängt es maßgeblich ab, ob die Insel den Erben Aragons anerkennt. Doch hieran bestehen kaum Zweifel, Leonarto war schon immer glühender Anhänger Don Pedros. Deshalb ist es für niemanden verwunderlich, dass Leonarto den Prinzen samt seines Gefolges einlädt, sich auf seinem Landgut von den Anstrengungen des Krieges zu erholen.

Dies erfreut besonders Claudio, die rechte Hand des Prinzen Don Pedro. Bereits vor dem Krieg hatte er ein Auge auf Leonartos einzige Tochter, Hero, geworfen: ein junges, unschuldiges und gutmütiges Geschöpf. Gemeinsam ersinnen der Prinz und Claudio den Plan, dass Don Pedro während der bevorstehenden Feier, die ihnen zu Ehren abgehalten wird, in Verkleidung an Claudios Stelle um Heros Hand anhalten soll.

Weniger erfreut vom verweilen der Soldaten ist Leonartos Nichte und Mündel Beatrice. Sie ist klug, unabhängig, spitzzüngig und hat es sich zur Aufgabe gemacht, wann immer sie mit Benedict, Edelmann aus dem Stab Don Pedros, zusammentrifft, ein hitziges Wortgefecht vom Zaun zu brechen. Eine Herausforderung, die der überzeugte Junggeselle Benedict nicht ablehnen kann und will. 

Während auf dem Landgut die Vorbereitungen für das große Fest laufen, sinnt der unterlegene Don Juan nach Rache für die verlorene Schlacht. Zusammen mit seinem Diener Konrad schmiedet er den Plan, das Werben Claudios um Hero scheitern zu lassen.

Doch Hero, die von ihrer Mutter Maria bereits wusste, dass man um sie werben wolle, und Claudio finden trotz der von Don Juan gestifteten Verwirrungen zusammen und wollen so schnell wie möglich heiraten. Um die Zeit bis zur Vermählung nicht ungenutzt zu lassen, plant Don Pedro mit Leonarto, Claudio und Hero ein Experiment – sie wollen versuchen, durch List die gegenseitige Abneigung von Beatrice und Benedict in Liebe zu verwandeln.

Claudio, Leonarto und Don Pedro machen bereits kurz darauf dem lauschenden Benedict glaubhaft, Beatrice sei unsterblich in ihn verliebt. Wie geplant ändert sich Benedicts Verhalten gegenüber Beatrice sofort. Als dann auch noch Hero, Maria und die beiden Kammermädchen Viola und Margarete Beatrice Den gleichen Streich spielen, scheinen alle Zeichen auf eine glückliche Zeit zu stehen.

Don Juans Grimm hat sich jedoch
noch immer nicht gelegt. Trotz seines zuvor gescheiterten Plans sucht er noch immer nach einer Möglichkeit, den Frohsinn auf dem Landgut zu zerstören. Sein Diener Konrad bietet Juan die Möglichkeit, auf Die er gewartet hat: das junge Glück Claudios und Heros zu vernichten.
Konrad, der schon lange eine sehr innige Beziehung zu Heros Kammermädchen Margarethe führt, verspricht, sie am Abend des Jungesellinnenabschieds zu verführen und sie dabei Hero zu nennen. Nach Andeutungen Don Juans wohnen diesem Liebesspiel versteckt auch Claudio und der Prinz bei, die im Dämmerlicht Margarethe für Hero halten.

Geschmäht und gekränkt fasst Claudio den Entschluss, am Morgen trotzdem in der Kirche zu erscheinen, doch statt Hero die Hand zur Ehe zu reichen, will er sie vor Gemeinde und Familie ihrer vermeindlichen Tat beschuldigen, anklagen und diffamieren.

Konrad wird unterdessen vom Ehepaar Schlehwein aufgegriffen, die im Auftrag Leonartos des Nächtens für Sicherheit sorgen sollen. Vor diesen prahlt Konrad, am Plan seines Herren, die unschuldige Hero zu Grunde zu richten, mitgewirkt zu haben. Er wird daraufhin festgenommen, doch dies oder den teuflischen Plan erfährt niemand vor der Trauung.

Hero erscheint am nächsten Tag unwissend wie alle Anwesenden vor dem Traualtar. Doch bevor der Priester das Paar trauen kann, macht Claudio seine Drohung war und klagt sie ihrer Ehrlosigkeit an.Hero, sich keiner Schuld bewusst, leugnet, doch als sich dann auch ihr Vater gegen sie wendet, bricht sie ohnmächtig zusammen. Claudio, Don Juan und Don Pedro verlassen die Kirche in dem Glauben, Hero habe aus Scham den Tod gefunden.

Als Hero jedoch kurz darauf aus ihrer Ohnmacht erwacht, erhebt der Pater das Wort, der bis dato dem Geschehen wortlos zugesehen hat. Er schenkt Heros beharrlichem Leugnen Glauben und vermutet, dass eine Verschwörung dahinter steckt. Bestärtkt wird er hierbei von Benedict, der nicht von der Seite Beatrices und ihrer Familie gewichen ist. Auf Anraten des Paters willigen alle ein, alle anderen in dem Glauben zu lassen, Hero sei Verstorben bis sich die Anschuldigungen als falsch herausstellten.

Zurück in der Kirche bleiben nur Benedict und Beatrice. Hier finden die beiden nun endlich den Mut, sich ihre Liebe zu gestehen. Ein Schwur, der sogleich auf die Probe gestellt wird, als Beatrice von Benedict verlangt, Hero zu rächen und Claudio zu töten. Erschrocken lehnt Benedict zunächst ab, doch ob Beatrices Versicherungen, dass ihre Cousine verleumdnet wird, stimmt er schließlich zu, Claudio zum Duell herauszufordern.

Die Schlehweins haben das Verhör von Konrad beendet. Don Juan, der von der Verhaftung schon erfahren hatte, befindet sich bereits auf der Flucht. Mit den gesammelten Erkenntnissen machen sich die Schlehweins auf den Weg zu Leonarto.

 

Für Claudio bricht eine Welt zusammen, als er und Don Pedro von Leonarto damit konfrontiert werden, dass sie die erwiesenermaßen unschuldige Hero in den Tod getrieben haben. Demütig erklärt Claudio sich bereit, jede Strafe auf sich zu nehmen, die Leonarto für angemessen hält.

Leonarto zeigt sich gewillt, Claudio zu vergeben, wenn dieser an der zum Schein abgehaltenen Trauerfeier Heros teilnimmt. Ferner solle er eine Cousine Heros heiraten, allerdings plant Leonarto, Claudio hier anstatt einer Fremden die Hand Heros zu reichen. Von der Erkenntnis noch immer niedergeschmettert willigt Claudio ein.

Am Grabe Heros hält Claudio unter Tränen eine Trauerrede und bittet seine Geliebte um Vergebung. Während sich die Gesellschaft zurückzieht, bleibt Claudio zurück und bricht zusammen.

Am Darauf folgenden Tag versammeln sich erneut alle in der Kirche. Apathisch willigt Claudio ein, die hinter einem schwarzen Schleier Verborgene zu seiner Frau zu nehmen. Als diese den Schleier lüftet und sich Als Hero zu erkennen gibt, kennt Claudios Freude keine Grenzen.
Im Trubel der Freude über den guten Ausgang hält Benedict um Beatrices Hand an. Unwillig, vor allen ihre Liebe zu gestehen, lehnt sie zuerst ab. Doch die Freunde und Familien der beiden spielen erneut Amor, sodass die beiden schließlich doch einwilligen.

Im freudentaumel erreicht die Gesellschaft außerdem die Nachricht, dass der flüchtige Don Juan aufgegriffen wurde und bereits wieder zurück nach Messina gebracht wird, um dort seiner gerechten Strafe entgegen zu sehen.

Und so klingt noch lange an diesem Tage die Musik vom Landgut Leonartos, denn es gibt viel zu feiern: Die Verhaftung eines Verbrechers, eine Doppelhochzeit und eine friedvolle, glückliche Zukunft.